Die Kosten für die außerklinische Intensivpflege teilen sich auf in Leistungen der Krankenkasse und der Pflegekasse. Dabei geht es neben der Behandlungspflege (Absaugen über die Trachealkanüle, Überwachung der Beatmungsmaschine, Wundversorgung usw.) insbesondere auch um die Anerkennung der notwendigen Überwachungszeiten, um in kritischen Situationen, die das Leben der Patienten gefährden, fachgerecht eingreifen zu können. Im besten Fall werden 21 Stunden pro Tag als häusliche Krankenpflege anerkannt.

Die gesetzliche Grundlage steht im SGB V, § 37. Zur Beantragung benötigt man eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.

Die restlichen 3 Stunden gehen über die Pflegeversicherung.

Für die Abrechnung der Grundpflege wird ein Antrag auf Sachleistungen aus der Pflegeversicherung gestellt. In manchen Familien wird die Grundpflege von den Angehörigen übernommen. Sie erhalten dann das Pflegegeld.

Die Antragstellung erfolgt immer über die Klinik zusammen mit dem Betreuer der Patienten. Nach Zustimmung zum Entlassmanagement durch den Patienten oder dem Betreuer leitet der Sozialdienst die Unterlagen weiter.  Zum Antrag gehört der formale Teil mit allen personenbezogenen Daten und der medizinische und pflegerische Teil mit allen Angaben für den Medizinischen Dienst (MDK). 

Je nach Vertrag zwischen Pflegedienst und Krankenkasse und Feststellung des Umfangs der Intensivpflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), können individuelle Zuzahlungen für den Patienten entstehen.

Für die Versorgung in einer Wohngemeinschaft entstehen zusätzlich Miet- und Raumnebenkosten. Weitere individuelle Kosten für z.B. Essen oder Wäsche können entstehen.

Aufgrund der vielen Zuzahlungen bei den Hilfsmitteln und Pflegediensteinsätzen sollte gleich zu Beginn der Versorgung bei der Krankenkasse einen  Antrag auf Zuzahlungsbefreiung wegen chronischer Erkrankung gestellt werden. Das Formular dazu erhält man bei der Krankenkasse:

„Ärztliche Bescheinigung zur Feststellung einer schwerwiegenden chronischen Krankheit i. S. d. § 62 SGB V"